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Leben ohne Qualm – am 31. Mai ist Weltnichtrauchertag.

Anlässlich des Weltnichtrauchertages laden die nordrheinwestfälische Landesinitiative „Leben ohne Qualm“ und die Fachstelle für Suchtvorbeugung des Arbeitskreises Jugend- und Drogenberatung im Kreis Warendorf zu einer Aktion für das Nichtrauchen ein.

Bedingt durch die Corona Schutzmaßnahmen findet in diesem Jahr der Sprüche-Wettbewerb nur digital statt. Kinder und Jugendliche können diesmal digital an einem Sprüche-Wettbewerb teilnehmen. Sprüche oder Slogans können auf einer Spruchkarte, die auf der Internetseite der AG Suchtvorbeugung z(https://www.suchtvorbeugung-waf.de/neuigkeiten/) oder hier zu finden ist ausgefüllt und per Mail an die Fachstelle für Suchtvorbeugung (gesch@drobs-online.de) geschickt werden. Für die besten „Botschaften“ gibt es kleine Gewinne, die von der Initiative „Leben ohne Qualm“ zur Verfügung gestellt werden.

Die Deutschen Krebshilfe und das Aktionsbündnis Nichtrauchen e. V. weisen darauf hin, dass die Tabakindustrie verstärkt ihre Marketingstrategien gezielt auf junge Menschen ausrichtet. Werbekampagnen und neue Produktdesigns versprechen Unabhängigkeit und Coolness. Angeboten werden scheinbar „saubere“ und unbedenkliche elektronische Rauchprodukte, die als große Dampfwerkzeuge oder auch als smarte Sticks angeboten werden. Die durch vielfältige Aromen „versüßten“ Produkte werden u.a. von gesponserten „Influencern“ in den sozialen Medien beworben und versprechen Jugendlichen einen Gewinn an Attraktivität und Dazugehörigkeit.

Dies täuscht darüber hinweg, dass Shisha- und Zigarettentabak süchtig macht und gefährliche Nebenwirkungen haben kann. Auch Dampfen mit Nikotin macht abhängig und selbst nikotinfreies Dampfen kann der Gesundheit schaden. „Die Langzeitfolgen sind noch unbekannt, aber es wird davon ausgegangen, dass (E-Zigaretten) das Risiko für chronische Lungenerkrankungen, Lungenkrebs und möglicherweise Herzerkrankungen erhöhen“, so die WHO.

Deshalb steht auch der Weltnichtrauchertag in diesem Jahr unter dem Vorzeichen des neuartigen Corona Virus SARS-CoV-2. Rauchen und unter Umständen auch das Dampfen können durch ihre lungenschädigende Wirkung das Risiko eines schweren Infektionsverlaufs begünstigen

Auch wenn die Zahl der jugendlichen Raucherinnen und Raucher von rund 21 Prozent (2001-2006) auf rund 7 Prozent gesunken ist, bleibt das Thema „Rauchen“ für die Prävention aktuell.

Tabak bzw. Nikotin ist in der Regel die erste Droge im Leben von Jugendlichen. Die Förderung einer kritischen Haltung gegenüber Tabak- bzw. Nikotinprodukten und den Werbebotschaften der Tabakindustrie ist und bleibt ein erklärtes Ziel der schulischen und außerschulischen Suchtprävention.

Im Kreis Warendorf unterstützt die Fachstelle für Suchtvorbeugung Schulen, Jugendfreizeiteinrichtungen und Vereine und Verbände durch regelmäßige Informationen, Maßnahmen und Projekte, um aufzuklären und eine positive Haltung zum Nichtrauchen zu stärken. Neben der Entwicklung eines kreisweit ausleihbaren „Inhalationsparcours“ ist auch eine große „Schadstoffzigarette“ ist im Einsatz. Die Jugendlichen lernen damit einen Teil der über 5000 chemischen Stoffe kennen, die im Tabak enthalten sind. Zu ihnen gehören beispielsweise gefährliche Stoffe wie Blei, Cadmium und Ammoniak. Aber auch Schokolade, Lakritze und Zucker setzt die Industrie als Geschmacksverstärker ein, um das Rauchen angenehmer zu machen.

Weitere Informationen zum Thema „Nichtrauchen“ erhalten sie über die Fachstelle für Suchtvorbeugung oder unter www.loq.nrw.de .